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Tiefenpsychologische Körpertherapie
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Therapie

Ich selbst bin mir zum Rätsel geworden.
(Augustinus 354-430)

Manchmal haben wir keine Erklärung für unser Verhalten in bestimmten Situationen. Wir geraten immer wieder in die gleiche Situation. Wir verhalten uns unsinnig oder schädigen uns, obwohl wir es eigentlich besser wissen. Wir haben körperliche Symptome oder Schmerzen, obwohl dafür keine organischen Ursachen vorliegen.

Das kann relativ harmlos sein, aber auch bedrohliche Formen annehmen. Wenn unsere Lebensstrategien nicht mehr tragen, ist es Zeit, diese zu hinterfragen. Unter welchen Voraussetzungen haben wir sie entwickelt? Können wir sie ablegen und uns neu orientieren? Was sind eigentlich unsere Ziele?

Therapie ist eine Reise nach innen und berührt gleichzeitig alle Fragen, die sich Menschen schon immer gestellt haben. Wer bin ich? Was ist um mich herum? Wie bin ich in die Welt eingebunden? Wer ist über allem?

Man könnte sagen, die Arbeit mit dem Körper öffnet eine Tür zum Unbewußten.
(George Downing, 1994)

Im Körper sind die Erfahrungen des ganzen Lebens von der Empfängnis bis zum Tod gespeichert. Tiefenpsychologische Körpertherapie löst Verspannungen des Körpers, um mit den dahinter stehenden Gefühlen arbeiten zu können. Durch Körpertherapie erschließt sich die präverbale Vergangenheit und es kommt zu einer Neuorganisation körperlicher Muster und Verhaltensweisen. Ziel der Therapie ist es, einen Raum zu schaffen für innere Stabilität, Zufriedenheit und mehr Lebensfreude. Voraussetzung dafür ist Vertrauen und eine tragfähige Beziehung zwischen Therapeutin und Klient.

Zunächst geht es in der therapeutischen Arbeit darum, die unmittelbaren Probleme des Alltags anzugehen. Die Fragen des Alltags führen uns zu den allgemeineren Fragen, was wir vom Leben wollen und was wir tun, um es (nicht) zu bekommen!

Die Erkenntnis, was uns daran hindert, bestimmte Lebensziele zu erreichen oder Lebenssituationen zu verbessern, reicht manchmal aus, um etwas zu ändern. Manchmal aber hindert uns "etwas" in uns. Dieser Konflikt spiegelt sich in unserm Körper: durch Gesten, unsere Körperhaltung, (chronische) Verspannungen und oft auch durch Schmerzen und Krankheit. Er zeigt sich aber auch durch die Art, wie wir kommunizieren.

Hier wird Regressionsarbeit sinnvoll. Durch sie wird Unbewußtes zugänglich und Zugängliches wirkt nicht mehr unbewusst. Das heißt, wenn in einer therapeutischen Sitzung ein innerpsychischer Konflikt thematisiert wird, kommt auch immer die dahinter stehende körperliche Äußerung zum Ausdruck und umgekehrt. Ein durchlässiger Körper ist die Voraussetzung für das spontane Äußern von Gefühlen.

Lustvolle Gefühle von Glück, Zufriedenheit und Einssein sind zutiefst körperliche Gefühle. Voraussetzung dafür ist ein entspannter Körper, der flexibel zwischen Spannung und Entspannung pendeln kann.

Ursprung und Wurzel alles Guten ist die Lust des Bauches.
(Epikur 341-271)

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